Rahmenbedingungen zur

Krankenbeihilfe im Bundesland

Rheinland-Pfalz

Wie hoch ist Dein Anwärtergrundbetrag?

Für Lehramtsanwärter

Diese Beiträge gelten seit 2018

Besoldungsgruppe A 12 Lehrer             1.298,09 €                                            

Besoldungsgruppe A 13 Lehrer             1.329,96 €                                           

Besoldungsgruppe A 13 mit SZ Lehrer 1.364,96 €

Zuständig für die Beihilfe in Rheinland-Pfalz ist das Landesamt für Finanzen:

 

Landesamt für Finanzen
Hoevelstraße 10
56073 Koblenz
Tel.: 0261 4933 - 0
Fax: 0261 4933 - 37014


E-M Poststelle(at)lff.fin-rlp.de

Homepage: https://www.lff-rlp.de/fachliche-themen/beihilfe/

Krankenversicherung über das Land Rheinland-Pfalz:

Als LehranwärterIn bist Du in Rheinland-Pfalz über die Landesbeihilfe zu 50% krankenversichert.

Das heißt, dass Du verpflichtet bist, die anderen 50% über eine private Krankenversicherung abzudecken oder Dich zu 100% über die gesetziche Krankenversicherung zu versichern. (Siehe 1. Seite Rahmenbedingungen)

Kinder (solange Kindergeld berechtigt) werden sogar mit 80% über die Beihilfe versichert und somit verbleiben nur 20% Abdeckung über die private Krankenversicherung.

 

Was ändert sich für Dich bei einem Arzttermin?

Du erhälst weder vom Land Rheinland-Pfalz, noch von der privaten Krankenversicherung eine Krankenversichertenkarte, wie Du es bisher von der gesetzlichen Krankenkasse gewohnt warst.

Du bekommst in der Regel schneller einen Arzttermin, wenn Du bereits am Telefon erwähnst, dass Du Privatpatient bist.

Ab Beginn Deines Referendariats erhälst Du bei Arztbesuchen eine Rechnung über die erbrachte Leistung, die Du von Deinem Konto begleichen darfst. Du kannst natürlich die Arztrechnungen zuerst bei der Beihilfe und bei der Privaten Krankenversicherung einreichen, sodass Du das Geld zeitnah erhälst und Du erst dann die Arztrechnung überweist.

Der Beihilfeantrag (Einreichung von Arztrechnungen) ist vor Ablauf von zwei Kalenderjahren bei Deiner Beihilfe zu stellen, die auf das Jahr des Entstehens der Aufwendungen bzw. der ersten Ausstellung der Rechnung folgen.

Bei Fristversäumnis erlischt der Anspruch.

 

Besteht die Möglichkeit einer Direktabrechnung bei einem Krankenhausaufenthalt?

Ja, bei einer stationären Krankenhausbehandlung kann die private Krankenversicherung direkt an die stationäre Einrichtung zahlen. Voraussetzung hierfür ist ein entsprechender Antrag auf Direktabrechnung, wobei manche Krankenhäuser dies nicht anbieten. Die private Krankenversicherung wird dann direkt an den Rechnungssteller überwiesen. Im Anschluß erhälst Du von der privaten Krankenversicherung eine schriftliche Abrechnung zugestellt.

 

Wahlleistungen im Krankenhaus

Wahlleistungen im Krankenhaus (z.B. Chefarztbehandlung, Zweibettzimmer) sind nur dann beihilfefähig, wenn Du hierfür monatlich 26 Euro an Deinen Dienstherrn bezahlst. Der monatliche Betrag wird von Deinen Dienstbezügen abgezogen, sofern Du innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Monaten verbindlich erklärt hast, dass Du oder miteinzubeziehende Angehörige beabsichtigen, Wahlleistungen in Anspruch zu nehmen.

Hierzu erhälst Du automatisch ein Schreiben vom Landesamt für Finanzen in dem Du Dich dafür oder dagegen entscheiden musst.

+ Zu Beginn Deines Referendariats (Verbeamtung auf Widerruf) wirst du zum ersten Mal gefragt ob Du die 26 Euro monatlich von Deinen Dienstbezügen abgezogen bekommen möchtest.

+ Zu Beginn Deiner Verbeamtung auf Probe (nach dem Referendariat) wirst Du ein zweites Mal gefragt, ob Du die 26 Euro monatlich für die Wahlleistungen im Krankenhaus bezahlen möchtest oder nicht.

+ Zu Beginn Deiner Verbeamtung auf Lebenszeit wirst Du ein drittes und somit letztes Mal gefragt, ob Du die 26 Euro monatlich für die Wahlleistungen im Krankenhaus bezahlen möchtest oder nicht.


 

Empfehlung:

Zu Beginn Deines Referendariats zahlst Du die 26 Euro nicht an den Dienstherrn, da Du die Wahlleistungen im Krankenhaus zu 100% bei der privaten Krankenversicherung für monatlich ca. 6  Euro erhalten kannst.

 

ABER: 

Wenn Du auf Probe verbeamtet wirst (also das zweite und letzte Mal schriftlich gefragt wirst),

so solltest Du die 22 Euro an den Dienstherrn bezahlen!

Warum?

Weil Du, Deine Kinder und Dein Ehemann/Ehefrau (zukünftigen Kinder und zukünftige(r) Ehemann/Ehefrau) die Wahlleistungen im Krankenhaus (z.B. Chefarztbehandlung, Zweibettzimmer) dadurch erhalten.

Verpasst Du diese Chance, so gibt es definitiv keine Möglichkeit mehr, diese Leistung in Anspruch zu nehmen.

Alternativ kannst Du die Wahlleistungen im Krankenhaus auch weiterhin zu 100% über die Private Krankenversicherung absichern, aber je nachdem wie viele Personen Dein Haushalt umfasst, kann es dann teurer werden.

Hinweis:

Du kannst die Wahlleistungen im Krankenhaus über die Beihilfe auch wieder abwählen.

Nur einmal abgewählt, sind diese nicht wieder zu erlangen!

 

 

Die beihilfefähigen Wahlleistungen umfassen auch wahlärztliche Leistungen wie die Chefarztbehandlung. Die Kosten der Unterbringung werden bis zur Höhe der Kosten eines

Zweibettzimmers abzüglich eines Betrages von 12,00 Euro täglich erstattet.

Kostendämpfungspauschalen

 

Die jährliche Kostendämpfungspauschale beträgt derzeit für:

Besoldungsgruppe A 9 - A11 = 150,00 Euro

Besoldungsgruppe A 12 - A 15 = 300,00 Euro


 

Für jedes berücksichtigungsfähige Kind vermindert sich die Pauschale um 40 Euro.

Was ist die Kostendämpfungspauschale?

Die Kostendämpfungspauschale ist eine jährliche Grundgebühr, die vom Land Rheinland-Pfalz erhoben wird, sofern man Rechnungen bei der Beihilfestelle einreicht.

 

WICHTIG:

Da Du zu 50% bei der Beihilfe versichert bist und somit auch nur 50% von den Arztrechnungen, Arzneimitteln etc. erstattet bekommst, so lohnt es sich für Dich, erst Rechnungen bei der Beihilfe einzureichen, wenn diese das doppelte der Kostendämpfungspauschale erreichen! Die anderen 50% der Arztrechnung reichst Du dann bei Deiner Privaten Krankenversicherung ein.

Letztes Update: 26.09.2019

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