Rahmenbedingungen zur

Krankenbeihilfe im Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Wie hoch ist Dein Anwärtergrundbetrag?

 

Für Lehramtsanwärter

Diese Beiträge gelten seit 2018

Besoldungsgruppe A 9 - A 11 Lehrer 1.400,37 €                                            

Besoldungsgruppe A 12 Lehrer          1.433,28 €                                           

Besoldungsgruppe A 13 Lehrer          1.469,43 €

Zuständig für die Beihilfe in NRW ist die Zentrale Scanstelle Beihilfe:

Für Landesbeamte

Die zuständigen Stellen für Landesbedienstete sind in NRW dezentral bei dem jeweiligen Dienstherrn eingerichtet. Für die Erstbearbeitung von Anträgen ist die Detmolder Scanstelle zuständig. Dort werden die Beihilfeanträge der Landesbeamten erfasst und klassifiziert. Die eigentliche Sachbearbeitung erfolgt dezentral.

Zentrale Scanstelle Beihilfe

32746 Detmold


Homepage: https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/beihilfe

Krankenversicherung über das Land NRW:

Als LehranwärterIn bist Du in NRW über die Landesbeihilfe zu 50% krankenversichert.

Das heißt, dass Du verpflichtet bist, die anderen 50% über eine private Krankenversicherung abzudecken oder Dich zu 100% über die gesetziche Krankenversicherung zu versichern. (Siehe 1. Seite Rahmenbedingungen)

Kinder (solange Kindergeld berechtigt) werden sogar mit 80% über die Beihilfe versichert und somit verbleiben nur 20% Abdeckung über die private Krankenversicherung.

 

Was ändert sich für Dich bei einem Arzttermin?

Du erhälst weder vom Land NRW, noch von der privaten Krankenversicherung eine Krankenversichertenkarte, wie Du es bisher von der gesetzlichen Krankenkasse gewohnt warst.

Du bekommst in der Regel schneller einen Arzttermin, wenn Du bereits am Telefon erwähnst, dass Du Privatpatient bist.

Ab Beginn Deines Referendariats erhälst Du bei Arztbesuchen eine Rechnung über die erbrachte Leistung, die Du von Deinem Konto begleichen darfst. Du kannst natürlich die Arztrechnungen zuerst bei der Beihilfe und bei der Privaten Krankenversicherung einreichen, sodass Du das Geld zeitnah erhälst und Du erst dann die Arztrechnung überweist.

Der Beihilfeantrag (Einreichung von Arztrechnungen) ist vor Ablauf von zwei Kalenderjahren bei Deiner Beihilfe zu stellen, die auf das Jahr des Entstehens der Aufwendungen bzw. der ersten Ausstellung der Rechnung folgen.

Bei Fristversäumnis erlischt der Anspruch.

 

Besteht die Möglichkeit einer Direktabrechnung bei einem Krankenhausaufenthalt?

Ja, bei einer stationären Krankenhausbehandlung kann die private Krankenversicherung direkt an die stationäre Einrichtung zahlen. Voraussetzung hierfür ist ein entsprechender Antrag auf Direktabrechnung, wobei manche Krankenhäuser dies nicht anbieten. Die private Krankenversicherung wird dann direkt an den Rechnungssteller überwiesen. Im Anschluß erhälst Du von der privaten Krankenversicherung eine schriftliche Abrechnung zugestellt.

 

Kostendämpfungspauschale

 

Die jährliche Kostendämpfungspauschale beträgt derzeit für:

Besoldungsgruppe A 7 - A 11 = 150,00 Euro

Besoldungsgruppe A 12 - 15 = 300,00 Euro


 

Bei Beamten auf Widerruf im Vorbereitungsdienst entfällt die Kostendämpfungspauschale.

Für jedes berücksichtigungsfähige Kind vermindert sich die Kostendämpfungspauschale um 60 Euro.


 

Was ist die Kostendämpfungspauschale?

Die Kostendämpfungspauschale ist eine jährliche Grundgebühr, die vom Land NRW erhoben wird, sofern man Rechnungen bei der Beihilfestelle einreicht.

 

WICHTIG:

Da Du zu 50% bei der Beihilfe versichert bist und somit auch nur 50% von den Arztrechnungen, Arzneimitteln etc. erstattet bekommst, so lohnt es sich für Dich, erst Rechnungen bei der Beihilfe einzureichen, wenn diese das doppelte der Kostendämpfungspauschale erreichen! Die anderen 50% der Arztrechnung reichst Du dann bei Deiner Privaten Krankenversicherung ein.

Letztes Update: 26.09.2019

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